Chor- und Jugendkantorei der St. Hedwigs-Kathedrale
Kurzbiografie

Chor- und Jugendkantorei der St. Hedwigs-Kathedrale Unterlagen aus dem Anfang des 19. Jahrhunderts belegen eine Choralschola sowie einen Chor, bestehend aus Knaben- und Männerstimmen; wann daraus ein gemischter Chor entstand, ist nicht bekannt.
Dem Rang der Kirche entsprechend wurde aus dem Propstei-Chor ein Chor der Basilika, dann 1930 der Kathedralchor. 1934 wurde Karl Forster Domkapellmeister an der St. Hedwigs-Kathedrale. Unter seiner Leitung entwickelte der Chor eine in der damaligen Zeit einmalige Klangfarbe und Klangreinheit und wurde bald über die Grenzen hinaus bekannt. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges war er der erste intakte Chor in Berlin, der zwangsläufig zu einem musikalischen Kulturträger der Stadt wurde.
Der Bau der Mauer trennte auch den Chor. Ein Großteil des Chors wirkte danach nur im westlichen Teil Berlins. Im Ostteil der Stadt gelang es Michael Witt 1975 den neuen „Domchor von St. Hedwig“ aufzubauen.
Hauptaufgabe des Chors ist die Gestaltung der Kathedral-Liturgie. Regelmäßige Konzerte in der Kathedrale, im Konzerthaus Berlin, der Philharmonie und vielen Kirchen Deutschlands und im europäischen Ausland ergänzen die musikalischen Aktivitäten.